Angedacht

Liebe Gemeinde,

ein Lied geht mir durch den Kopf:

„Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit. Durchbricht die Nacht und erhellt den Tag. Licht der Liebe, Lebenslicht. Gottes Geist verlässt uns nicht.“

Ist das hier auch bekannt?
Das Licht gehört als Symbol zur Adventszeit! Unsere Tage werden dunkler, manchmal in unseren Seelen auch. Im November erinnern wir uns einmal mehr an unsere verstorbenen Angehörigen und die Toten der vielen Kriege. Dies alles sind keine angenehmen Gedanken, die sich in uns breit machen und vielleicht auch manchen anderen Schmerz nach oben holen. Kummer, der im hellen Sonnenschein nicht so drückt.
Schon beim Propheten Jesaja heißt es: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht; und über denen, die im Finstern leben, scheint es hell.“ Dunkelheit im inneren Sinne oder im gesellschaftlichen Leben kannten die Menschen schon immer. Auch heutzutage ist das so. Wir haben manchmal den Eindruck, als würde die Bereitschaft, füreinander einzustehen, immer geringer werden. Auch das ist wie eine Dunkelheit, die sich immer stärker ausbreitet. In der Adventszeit freuen wir uns auf Weihnachten, auf das Licht Gottes, das zu uns in der Person Jesu kommt. Jedes Jahr leben wir vier Wochen auf Weihnachten zu: jede Woche ein Licht mehr auf dem Adventskranz. Am Ende, an Weihnachten, ist es ganz hell.
Dieses immer stärker werdende Licht kann uns auch anstecken zu Liebe füreinander. Für Kraft, sich gegenseitig zu tragen und zu helfen.
Ich wünsche Ihnen viele helle und auch wohltuende Momente in dieser Adventszeit und an Weihnachten selber. Und immer einmal wieder auch genügend Ruhe, um das in sich zu hören: „Ein Licht geht uns auf, in der Dunkelheit. Durchbricht die Nacht und erhellt den Tag. Licht der Liebe, Lebenslicht.“

Ihre Magdalena Tiebel-Gerdes

 

 

Hier finden Sie einige archivierte Andachten: