Angedacht

Es gibt wohl kein christliches Fest, das in den vergangenen Jahren mehr an Bedeutung gewonnen hat wie das Erntedankfest! Traditionell war das Erntedankfest ein feierliches Dankeschön an den Schöpfer, der uns Menschen mit allem beschenkt, was wir brauchen, um zu überleben. Es war ein Fest der Landwirte und all derer, die sich um die Lebensmittel kümmern, die wir Tag für Tag genießen. Ein Fest der Bäcker und Gemüsehändler, der Metzger und der Obstbauern. Wir schmücken den Altar mit Broten, Kürbissen und Trauben. Sie sind Symbole für unsere Dankbarkeit, dass wir genug zu essen und zu trinken haben; dass wir gesunde Lebensmittel und sauberes Wasser zu Verfügung haben. In den letzten Jahren erfahren wir, dass diese Selbstverständlichkeit nicht selbstverständlich ist. Die Ernten verdorren unter sengender Sonne und vertrocknen, weil der Regen ausbleibt. Herabstürzende Berge, Schlammlawinen wie in Nepal, Erdbeben wie in Venezuela und Kolumbien. Unser fruchtbarer herrlicher Planet zeigt uns unsere Grenzen immer deutlicher und dramatischer. Erntedank feiern, das bedeutet heute auch zurückzufinden zu einer Dankbarkeit für Dinge, von denen wir glauben ein Anrecht darauf zu haben: Ausreichende und gesunde Ernährung. Wer das Leben als Geschenk erfährt, geht sorgsam damit um: Das feiern wir am Ernte-Dank-Sonntag. Wir laden Sie herzlich ein zum Gottesdienst in unserer Kirche. Danach teilen wir das mitgebrachte Essen und freuen uns über ein noch ganz anderes Lebensmittel: die fröhliche Gemeinschaft.

Hier finden Sie einige archivierte Andachten: