Angedacht

Liebe Gemeinde!

manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.

Als wir vergangene Woche den Kamelienwanderweg von Cannero nach Cannobio spazierten, gingen meine Gedanken zum nächsten Newsletter und was wohl auf das Titelblatt kommen könnte. Da sah ich diesen Farn, der sich aus einem dunklen Loch in einer Steinmauer hinausreckt, steil nach oben der Sonne entgegen. Und nach gut 40 cm entfaltet er nach links und rechts zwei Triebe, während gleichzeitig der Haupttrieb weiter nach oben strebt. Frisches Grün, neues Leben – es verlässt die Steinhöhle und breitet sich aus, gewinnt Raum und Gestalt, blüht auf.

So ähnlich war es auch am allerersten Ostermorgen. Das Felsengrab vermochte den nicht zu halten, dessen Körper in ihm lag. Aus dem kalten Dunkel heraus verbreitete sich eine neue Hoffnung. Ängstliche Jünger, die sich in Häusern eingeschlossen hatten, begannen die Türen zu öffnen und traten hinaus. Auf den Plätzen und Straßen, nach links und rechts, erzählten sie von dem, was sie erlebt hatten, was sie in ihrem Innern spürten. Das Kreuz des Todes verwandelt sich in ein Zeichen des Lebens und der Zukunft. Von diesem allerersten Ostermorgen aus reicht es bis in unsere Gegenwart. Sehe ich die Zeichen? Spüre ich die Kraft, die davon ausgeht? Erlebe ich, dass es auch mir gilt?

Ich wünsche Ihnen eine solche Erfahrung des Aufbruchs. In diesem Sinne: FROHE OSTERN ! Carsten Gerdes

 

Hier finden Sie einige archivierte Andachten: