Angedacht

Liebe Gemeinde,

unser Leben ist wie eine Schiffahrt. So wie die Schiffsleute den Hafen vor sich haben, auf den sie zusteuern, so ist uns die Verheißung des ewigen Lebens gegeben, dass wir in ihr einen Hafen haben, in dem wir sanft und sicher ruhen können. Weil aber unser Schiff schwach ist, große und gewaltige Stürme, Wetter und Wellen auf uns hereinbrechen und uns verschlingen wollen, so brauchen wir einen erfahrenen und geschickten Schiffsherrn und Patron, der das Schiff mit seinem Rat regiere und lenke, dass es nicht auf die Klippen aufläuft oder absäuft und untergeht. Unser Schiffsherr aber ist allein Gott. Er hat verheißen, dass er uns beistehen will, wenn wir ihn um Hilfe, Schutz und Schirm bitten. Solange wir diesen Schiffsherrn bei uns haben, gibt’s keine Not und wir kommen aus allem Unglück heraus, Wind und Wellen können uns nicht schaden und uns nicht verschlingen. Wenn aber die, die im Schiff sind, in der größten Gefahr mutwillig den Schiffsherrn über Bord werfen, dann wird das Schiff sinken. Und man sieht klar, dass es zum Schiffbruch nicht aus Verschulden des Schiffsherrn gekommen ist, sondern aus der Verblendung derer, die im Schiff gewesen sind.

Martin Luther, Tischreden

Das Schifflein Reformation steuert nun schon 500 Jahre durch die Stürme der Geschichte – Grund zum Feiern, aber auch Grund zur Besinnung auf Luthers eigene Worte. In diesem Sinn grüßt Sie alle herzlich

Ihre Jutta Sperber

 


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