Angedacht

Liebe Gemeinde,

Und der HERR sprach zu Abraham: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.

Damit hat alles begonnen, die Geschichte des Volkes Israel und auch des Christentums. Da zog Abraham aus. Hier beginnt eine große Geschichte des Segens, bis zu uns. Abraham und seine Frau Sara erhalten einen Auftrag und eine Verheißung. Sie bekommen den Auftrag zum Aufbruch. Alles sollen sie verlassen: Heimat, Familie, Besitz. In unseren mobilen Zeiten klingt das vielleicht nicht so aufregend. Damals stellte das Verlassen von Heimat, Freunden und Familie ein Höchstmaß an Gefährdung für Leib und Leben dar. Aber – die beiden bekommen auch eine gewaltige Zusage: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein.“
Was kann einem Menschen überhaupt Größeres zugesagt werden? Was, wenn das auch für uns gelten kann, dass wir uns unter Gottes Segen immer wieder neu auf den Weg machen, also mit seinem Schutz und seiner Kraft, die das Leben gelingen lässt? Das ist ja Segen. Was, wenn diese Kraft auch uns trägt in den verschiedenen Lebenssituationen? Und was, wenn auch wir von Gott beauftragt sind, selbst Menschen des Segens zu sein, die für andere segensreich und wichtig sind?
Wer aufbricht, mag es unter Gottes Zusage tun. Wer auf dem Weg ist, möge immer wieder Spuren des Segens Gottes auf dem eigenen Lebensweg entdecken. Wer unterwegs auf schwierige Wegstrecken gerät, möge auf Gottes Zusage vertrauen, dass Gott sein Mitgehen zugesagt hat, auch wo wir ihn nicht spüren. Dafür steht Jesus Christus: Gott ist an unserer Seite, auch wo wir ihn nicht sehen auf dem Weg.
Wir alle gehen in eine Zukunft, die wir nicht kennen. Aber wir gehen unter Gottes Segen. Das Land ist unbekannt, in das jeder von uns geht. Aber es ist das Land, das Gott uns zeigen will.

Ihr Carsten Gerdes


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