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Konzert zum 500. Reformationsjubiläum

Am Freitag den 24. November 2017 konnten wir in der mit über 200 Personen sehr gut besetzten Kirche der „Frati Cappuccini“ in Varese ein wunderbares Konzert zum 500. Reformationsjubiläum erleben. Einen herzlichen Dank an den Coro Europeae Cantores und an fra Giorgio für die Hilfe bei der Organisation und den musikalischen Genuss.

PROGRAMM

  1. Melodia francese, arr. D. Willcocks: O komm, o komm, Immanuel
  2. H. L. Hassler, arr. Ralf Behrens: Ein feste Burg ist unser Gott
  3. Bahamian spiritual, arr. Norman Luboff: All my trials
  4. F. Mendelssohn – Bartholdy Preludio e Fuga in sol maggiore
  5. F. Mendelssohn – Bartholdy: Hear My Prayer / O for the Wings of a Dove
  6. J. S. Bach: 2 preludi corali: Wer nur den lieben Gott läßt walten, BWV691, BWV642
  7. J.S. Bach: Wachet auf, ruf uns di Stimme, BWV645
  8. J. S. Bach: Jesus bleibet meine Freude
  9. G. F. Händel: Hallelujah Chorus (Messiah)

CORO EUROPAE CANTORES, dir. Tomáš Škraban
Organo: Stefano Crosazzo, Tomáš Škraban
Cello: Andric Engel


Convegno sulla Riforma 2017

convegno sulla riforma

Am Freitag den 24. November 2017 hat in Varese in der Sala Montanari eine Konferenz zur Reformation stattgefunden. Etwa 100 Gäste haben sich dort eingefunden und konnten den interessanten Vorträgen der unterschiedlichen Referenten folgen.


Frauenfrühstück

Thema des Frauenfrühstücks im November war diesmal Jean Paul und besonders sein Werk über die Isola Bella im Lago Maggiore. Frauen aus Ispra-Varese und Mailand haben den Vortrag der beiden Experten zum Thema genossen und angeregte Stunden gemeinsam verbracht.

Dr. Rosa Kohlheim und Dr. Volker Kohlheim, Bayreuth:

Jean Paul – Leben und Werk

Wer war der Autor, der zeitgleich mit den Klassikern Schiller und Goethe, doch ganz anders als sie, ja im Gegensatz zu ihnen, Werke schuf, die einerseits zum Skurrilsten und Absonderlichsten gehören, das die deutsche Dichtung kennt, von dem andererseits ein so stilbewusster Dichter wie Stefan George sagte, er habe der deutschen Sprache die glühendsten Farben und tiefsten Klänge gegeben, die diese überhaupt kenne?

Geboren wurde Jean Paul als Johann Paul Friedrich Richter 1763 als Sohn eines armen evangelischen Schullehrers in der hintersten fränkischen Provinz, in Wunsiedel. Dank der Protektion der adeligen Herrschaft steigt der Vater auf zum Pastor in einem allerdings noch kleineren Dorf, Joditz bei Hof. Wie nun der kleine „Fritz“ unter unsäglichen Mühen vom Dorfkind, das sich aus den Schnipseln der Predigtmanuskripte des Vaters selbst Bücher bastelt, bis zum selbst von Schiller und Goethe widerwillig anerkannten „Großschriftsteller“ der Umbruchzeit um 1800 entwickelt – er ist neben Lessing der erste deutsche Schriftsteller, der nur vom Schreiben leben kann –, ist ein Wunder an Beharrung, Fleiß und Genie.

Jean Paul, wie er sich selbst aus Bewunderung für Rousseau nannte, ist nicht nur der Autor so liebenswürdiger Idyllen und Grotesken wie Schulmeisterlein Wuz, Leben des Quintus Fixlein, Dr. Katzenbergers Badereise, Des Feldpredigers Schmelzle Reise nach Flätz, Fibels Leben und groß angelegter Romane wie Hesperus, Siebenkäs, Titan, Flegeljahre und Der Komet; er hat sich auch neben pädagogischen (Levana) und ästhetischen Fragen (Vorschule der Ästhetik) sein Leben lang mit theologischen Problemen wie der Erbsünde und der Unsterblichkeit der Seele (Selina) auseinandergesetzt.

Jean Paul starb 1825 tief betrauert in Bayreuth, wohin er sich, enttäuscht vom Stargehabe in Weimar, mit seiner aus Berlin stammenden Frau für die letzten 21 Jahre seines Lebens zurückgezogen hatte. Es soll an diesem Abend/Nachmittag versucht werden, Ihnen diesen liebenswürdigen, wenn auch nicht immer leicht zu lesenden Dichter näher zu bringen.


St. Martin in Caldana

In diesem Jahr haben wir St. Martin zum ersten Mal in Caldana gefeiert. Durch die Mithilfe von Eltern, Lehrern, unserer Pfarrerin und sogar Don Franco von unserer katholischen Nachbargemeinde konnten wir ein wunderbares Martinsfest samt Laternenumzug veranstalten. Begleitet von Musik und St. Martin zu Pferd konnten ca. 80 Kinder und ihre Eltern singend ihre bunten Laternen zur katholischen Kirche Caldana tragen, wo Don Franco mit seiner Gemeinde auf uns wartete und dort gerne das Martinsspiel der Schüler der ersten Klasse verfolgt hat. Wieder zurück bei uns konnte ein schöner Abend mit Martinsbrezeln, Glühwein und Kinderpunsch ausklingen.

Fotos vom Martinsumzug 2017


Cultural Kitchen

Im Herbst startete unser neues Angebot Cultural Kitchen. Hierbei soll die Küche aus unterschiedlichen Ländern im Mittelpunkt stehen, aber vor allem auch der Austausch und das Kennenlernen der entsprechenden Kulturen oder Traditionen. Beim ersten Treffen im Oktober stand “Kochen wie zu Luthers Zeiten” auf dem Programm. Ein Eintopf und ein Nachtisch auf Brotbasis wurden mit viel Spaß von den Teilnehmern gekocht und anschließend gemeinsam verspeist. Dabei war auch Gelegenheit, in Luthers Tischreden reinzuhören und in die damalige Zeit, heute zum 500. Reformationsjubiläum angesagter denn je einzutauchen.

Fotos vom Cultural Kitchen – Essen wie zu Luthers Zeiten


Friedensmarsch 2017

Am 24.09.2017 hat in Varese der jährliche Friedensmarsch stattgefunden. Eva Maria Koslowsky, Marina Catsicas und Inger Stock haben für unsere Gemeinde daran teilgenommen. Die Teilnehmer aller Religionen (Christen verschiedener Konfessionen, Katholiken, Methodisten, Baptisten, Muslime, Buddhisten, Bahai und viele andere) haben sich in den Giardini Estensi in Varese getroffen und sind durch das Stadtzentrum gezogen. An verschiedenen Orten wurden kurze Berichte aus Sicht der unterschiedlichen Religionen / Konfessionen zum Thema Erhalt der Schöpfung vorgetragen. Unsere Pfarrerin hatte folgenden Vortrag vorbereitet, der von Eva Maria Koslowsky gehalten wurde:

Cari fratelli e sorelle,

prima di tutto vogliamo ringraziare che in quest’anno dei 500 anni della riforma noi protestanti e in particolare noi luterani siamo onerati di parlare per il cristianesimo. Anche questo può storicamente essere considerato come frutta del lavoro per la pace che per la chiesa cattolica cominciò 100 anni fa, nel 1917 e quindi verso la fine della Prima Guerra Mondiale sull’iniziativa del adesso Papa Benedetto XV. La necessità di lavorare per la pace sul livello dei stati essendo già abbastanza chiara, la stessa necessità di lavoro per la pace tra i cristiani nella loro diversità non lo era, almeno sul livello universale della chiesa. Ma c’era chi lo faceva lo stesso, visto da oggi in una certa disubbidienza profetica per cui possiamo essere solo grati.

Questo fa vedere una certa caratteristicà che riguarda la pace ed il lavoro per la pace, sia tra gli esseri umani, sia con tutta la natura, per i cristiani. Possiamo sapere dalla Bibbia che Dio vuole questa pace, proprio della prima all’ultima pagina, ma dobbiamo definire sempre di nuovo cosa questo vuol dire per noi nella nostra situazione. Dio al inizio creò un mondo di pace, una natura perfetta ed alla fine dei nostri tempi rinnoverà questo mondo per darci la pace di cui noi siamo capabili solo in parte. Questo è una tensione con cui non è facile vivere. Preferiamo tutto o niente ma la nostra realtà umana è tale che possiamo fare più di niente ma se vogliamo tutto finiamo nel distruggere noi stessi ed il nostro ambiente.

Sul livello più concreto del Nuovo Testamento e sopratutto le sue lettere alle communità cristiane che alla fine parlano della vita concreta di ogni giorno questo vuol dire: Fate tutto che potete fare per vivere in pace con il vicino di casa. Cominciate con quello che potete fare voi – non fa niente se non vi pare una grande cosa. Se molti lo fanno comunque diventerà grande. Il cristianesimo non ha un grande concetto come salvare il mondo – sui grandi concetti facilmente si cominciano le guerre. I cristiani, anche quello viene detto nel Nuovo Testamento, sono e devono essere come il lievito che cambia una situazione poco a poco.

Per quello che riguarda la pace con la natura noi abbiamo poche regole concrete, abbiamo più, sopratutto nei salmi della Bibbia Ebraica, l’ammirazione della natura come creata da Dio che finisce nel ringraziare Dio per quello che ha dato a noi. Forse questo non solo basta ma è la cosa più importante per noi: Non solo capire ed usare, ma sopratutto ammirare la natura e ne ringraziare come un grande dono di Dio a noi. Sia ammirare sia ringraziare portano con se un rispetto naturale di cui abbiamo bisogno più di mai e che à la base di ogni azione per proteggere la natura. Ed è proprio questo che noi come communità protestante di Ispra-Varese, immersa in una natura abbondante, cerchiamo di insegnare già ai nostri più piccoli, scoprire la natura come creazione di Dio, ammirarla e vivere in pace con questo grande dono di Dio. Cerciamo di fare quello che possiamo fare noi nella fiducia che molte cose che apparono al di là delle nostre possibilità attuali sono nelle mane di Dio che vuole la pace e che alla fine darà la pace a tutti e tutto in questo mondo che nonostante tutto che ci fa paura è ancora bellissimo.


Waldkinder-Berg-Wochenende

Das Waldkinder-Berg-Wochenende fand diesmal Anfang September im schweizer Doerfchen San Bernardino statt. Trotz der schlechten Wettervorhersage fand sich eine froehliche Gruppe von fast 50 Personen am Freitag abend zum gemeinsamen Essen zusammen.  Zur Wanderung am Samstag morgen war das Wetter noch schlechter als vorhergesagt, so dass wir unsere Wanderung nach einer guten halben Stunde bei Starkregen und Wind abbrachen und umkehrten. Stattdessen konnten wir noch ein wenig Zeit in einem Café bei warmen Getraenken miteinander verbringen. Schoen war es auch, unsere ‘alten’ Pastoren und ihre Familie wiederzusehen. Naechstes Jahr gerne wieder – und noch lieber bei besserem Wetter!

Waldkinder-Berg-Wochenende


Italienweites Fest zum Reformationsjubiläum 2017

Herzliche Einladung zur italienweiten Feier anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 in Mailand. Zusammen mit unseren protestantischen Schwesterkirchen in Italien und Christen anderer  Konfessionen wollen wir vier Tage lang, von 1. bis 4. Juni 2017, in Mailand das 500jährige Jubiläum des Thesenanschlags Martin Luthers in Wittenberg offiziell begehen und auch die Öffentlichkeit Italiens dazu einladen. Dabei richtet sich der Blick auf die Überzeugungen und Ideale, die bis heute den Protestantismus tragen. Die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers am 31. Oktober 1517 symbolisiert im historischen Rückblick den Beginn der Reformation und die vier Soli Martin Luthers bilden heute den Leitfaden der Theologie aller protestantischer Kirchen, die sich auf die Reformation des 16. Jahrhunderts zurückführen. Dabei reichen die Anfänge reformatorischen Denkens auch in Italien weit zurück, wobei und auch hier Martin Luther seine Spuren hinterlassen hat. Dazu erwartet Sie und Euch ein reichhaltiges Programm.

Programm
Anmeldeformular

Festa italiana per il Giubileo della Riforma 2017

Siete caldamente invitati alla celebrazione italiana in occasione del Giubileo della Riforma 2017 a Milano. Insieme alla nostre chiese sorelle protestanti in Italia e a tutti i cristiani delle altre confessioni, vogliamo celebrare ufficialmente per quattro giorni, dal 1 al 4 giugno a Milano, il 500° anniversario dell’affissione delle 95 tesi di Martin Lutero a Wittenberg e invitare anche il pubblico italiano. In questa occasione lo sguardo è rivolto alle convinzioni e agli ideali che hanno spinto il Protestantesimo fino ad oggi. La pubblicazione delle 95 tesi di Martin Lutero il 31 ottobre 1571 simboleggia, storicamente, l’inizio della Riforma, e i quattro “Sola” di Martin Lutero costituiscono oggi il fil rouge della teologia di tutte le chiese protestanti e riconducono alla Riforma del XVI secolo. A questa risalgono gli inizi del pensiero riformatorio anche in Italia, dove Martin Lutero lasciò le sue tracce. Per questo vi aspetta un programma ricco.

Programma
Iscrizione


Botschafter für selbstbestimmte Mädchen weltweit

Für die meisten von uns unvorstellbar, aber immer noch haben Millionen von Mädchen weltweit keinen Zugang zu Produkten für die Menstruationshygiene wie Binden oder Tampons. Stattdessen müssen sie nutzen, was ihnen zur Verfügung steht: Bananenblätter, Zeitungspapier, Sand, trockener Kuhmist oder alte Lappen. Gesundheitliche Probleme sind da vorprogrammiert. Schlimmer jedoch als die Hautirritationen und Infektionen sind die persönliche Scham, sexuelle Übergriffe im Austausch für Hygieneprodukte und der Verlust der Würde. Viele betroffene Mädchen und junge Frauen bleiben während der Menstruation zu Hause, um peinliche und erniedrigende Situationen zu vermeiden. Manche verpassen so bis zu zwei Monate Schule im Jahr oder müssen Einkommenseinbußen hinnehmen, da sie an den entsprechenden Tagen nicht zur Arbeit erscheinen.

„Days for girls“ ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, diesen Mädchen ihre Würde zurückzugeben. Viele Freiwillige auf allen Kontinenten fertigen wiederverwendbare Produkte für die Monatshygiene, die es Mädchen ermöglichen, auch während der Menstruation sorgenfrei und komfortabel zur Schule zu gehen und am Leben teilzuhaben und somit einen Schritt auf dem Weg in eine bessere Zukunft zu machen.

Gleichzeitig haben wir uns auch der Enttabuisierung des weiblichen Zyklus und der damit verbundenen Mythen sowie der Vermittlung einfacher Hygieneregeln verschrieben. So finden im Zusammenhang mit der Verteilung der Menstruationspacks Bildungsveranstaltungen in Kooperation mit Gesundheits- oder Frauenorganisationen vor Ort statt. Nähworkshops sollen den lokalen Frauen die eigene Herstellung der Packs ermöglichen.

Seit der Gründung von „Days for girls“ in 2008 konnten weltweit etwa 300000 Mädchen erreicht werden. „Days for girls Varese“ hat in den vergangenen zwei Jahren dazu beigetragen, das Leben von etwa 500 Mädchen in Indien, Sri Lanka und Marocco ein wenig erleichtern.

Wenn Sie Lust haben, uns bei unseren Projekten zu unterstützen, kommen Sie doch zu einem unserer nächsten Treffen und packen mit an. Einmal im Monat stellt uns die Evangelische Kirche einen wunderbaren Raum zur Verfügung, wo wir die einzelnen Komponenten der farbenfrohen Menstruationspacks herstellen. Wer kann, bringt eine Nähmaschine, aber auch scharfe Scheren sind wichtig. Diese Treffen sind immer sehr produktiv und eine tolle Gelegenheit, ein wenig Freude und Würde in das Leben junger Mädchen zu bringen. Dankbar sind wir auch für Spenden von farbigem Baumwoll- und Baumwollflanellstoff, Baumwollband, Mädchenslips (Größe 14 Jahre oder Damen S) sowie kleinen Hotelseifen oder wiederverschließbaren Plastiktüten (3l).

Nähere Informationen, auch zu Terminen für unsere nächstes Treffen, finden Sie auf

  • daysforgirls.org
  • facebook „Days for girls Varese Italy“
  • telefonisch oder email: Jillian 345 908 5607, jill_crocker@hotmail.com (englisch, italienisch, holländisch, französisch)
    oder Anja 331 650 4349, anja_fruengel@hotmail.com (deutsch, englisch, italienisch)

Bis bald!

Lesley Thomson macht vom 24.06.2016 bis 27.06.2016 eine gesponserte Fahrradtour in Schottland für Days for Girls: 310km mit einer Freundin. Unter nachfolgendem Link finden Sie weitere Details der Aktion und haben die Möglichkeit etwas zu spenden. Lesley“s scottish cycle for days for girls

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Besuch und Konzert Manila Vocal Ensemble 2013

Manila Vocal Ensemble 2013 zu Besuch bei unsSeit fast 20 Jahren kenne ich den Chorleiter Thomas Cabantac aus Manila, und vor einigen Jahren ist die Idee entstanden, seinen Chor auch einmal in unserer Gemeinde auftreten zu lassen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten war es nun endlich so weit – am 16.05.2013 traf das Manila Vocal Ensemble müde und hungrig, aber fröhlich und mit erstaunlich wenig Gepäck am Bahnhof von Maccagno ein – leider erst gegen 21.30 Uhr durch Zugprobleme auf der Herfahrt von Rom über Venedig.

Dieser philippinische Chor, mehrfach international ausgezeichnet und tourneeerprobt, hat es dieses Jahr geschafft, seine Tour durch die Schweiz mit einem Abstecher nach Italien zu verbinden. Nach einem Konzert in Rom war die Gemeinde Ispra-Varese der einzige andere Konzertort in Italien. In der Hoffnung, während der Pfingsferien ein möglichst breites Publikum zu erreichen, hatten wir uns für das Auditorium in Maccagno als Konzertort entschieden, sowie für die Unterbringung auf dem dortigen Campingplatz. Schnell waren die Mobil homes bezogen und die Pizzen bestellt – so konnten wir noch ein Stündchen die gute Fahrt und das frohe Wiedersehen genießen und Neuigkeiten austauschen. Am nächsten Tag haben wir eine kleine Tour durch Varese und zum Eremo Santa Caterina del Sasso unternommen, für die geplante Bootsfahrt auf dem Lago Maggiore war das Wetter leider nicht ausreichend stabil. Aber die Kirche und der Ausblick auf den See, sowie die Altstadt von Varese haben einen sehr positiven Eindruck auf unsere asiatischen Gäste hinterlassen und so konnten wir mit Vorfreude auf das abendliche Konzert blicken.

Trotz eines sehr positiven Artikels in der lokalen Presse und unserer Versuche, Werbung zu machen, war das Publikum an diesem verregneten Pfingstfreitag leider sehr begrenzt – die Anwesenden wurden hingegen von der Stimmgewalt, der Bandbreite der Darbietungen von Gospel und Sprituals über philippinische Volkslieder und -tänze zu modernen Liedern überwältigt und mitgerissen, so daß der Abend bei allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird! Vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Chance, unser Organisationstalent und Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen und mehr Menschen in den Genuss dieser wirklich außergewöhnlichen Konzerterlebnis zu bringen!


19./20.05.2011 – Ausflug nach Turin – ohne Familien

Was war zuerst, die Henne oder das Ei? Wer hatte die Idee als erstes, die Männer oder die Frauen, ein gemeinsames Wochenende zu verbringen ohne Familien?
Jedenfalls waren wir Frauen zuerst mit der Umsetzung dran, vergangenen März. Da nur ein „kurzes“ Wochenende mit einer Übernachtung zur Verfügung stand, entschieden wir uns für eine Städtereise nach Turin, auch um die Fahrzeit in Grenzen zu halten.
Nach einigen An- und Abmeldungen waren wir schließlich neun Frauen, die insgesamt 22 Kinder und 8 Männer zwei Tage lang sich selbst überlassen wollten, um Kultur und Stadtleben zu genießen.

Am frühen Samstagmorgen ging es vom Treffpunkt in Gavirate mit zwei Autos los – und gleich mit einer „Überraschung“: Um die Flexibilität der Gruppe zu testen, hatte Reiseleiterin Ulrike Hesse kurzerhand noch am Morgen das Fahrziel geändert, so dass wir uns auf ein Navi verlassen mussten, das uns zu einem Park&Ride Parkplatz am Rand von Turin lotsen sollte.
Die erste Herausforderung war eine Baustelle an der Autobahn, wo wir der berühmten italienischen Beschilderung folgend plötzlich gen Osten statt gen Westen fuhren. Mithilfe des natürlichen Orientierungssinnes der Fahrer- und Beifahrerinnen fanden wir den Weg nach Turin und dank des Navis auch zum gesuchten Parkplatz. Die Straßenbahn brachte uns schließlich in Zentrum. Bei einem kurzen Fußmarsch zum Hotel bekamen wir einen ersten Eindruck von der Innenstadt Turins, mit langen zum Shoppen einladenden Fußgängerzonen.

Im „Le Petit Hotel“ bezogen wir unsere Zimmer und warfen einen Blick auf den hübschen Innenhof, bevor wir alle zusammen aufbrachen. Zunächst steuerten wir eine Piadineria an und probierten quer durch die Speisekarte die verschieden gefüllten Piadine.

Bei strahlendem Frühlingswetter erkundeten wir dann die Bauwerke in der Innenstadt, den imposanten Palazzo Reale und den Palazzo Madama, an dem auch der bauhistorische Laie die verschiedenen Baustile diverser Epochen erkennen kann. Die Gruppe teilte sich dann in zwei kleinere – die eine spazierte weiter zum Dom, zu den römischen Ausgrabungen und der Porta Palatina, die andere Gruppe wollte schon mit der Besichtigung des Ägyptischen Museums anfangen, das ein wichtiges Ziel unsere Reise sein sollte.
Dort angekommen sah man mit großer Ernüchterung ein sehr lange Warteschlange und kontaktierte die andere Kleingruppe, um einen neuen Treffpunkt zu vereinbaren. Das Ägyptische Museum wurde auf später vertagt und zu neunt liefen wir weiter zur Mole, dem Wahrzeichen Turins.

Auch dort erwartete uns eine Warteschlange und so langsam dämmerte uns eine Erkenntnis: das war kein Zufall. Dass an diesem Märzwochenende Turin sehr voll war, musste wohl daran liegen, dass zwei Tage vorher am 17. März der Feiertag zur 150jährigen Einheit Italiens begangen wurde. Turin war die erste Hauptstadt des vereinigten Italien gewesen, wenn auch nur für vier Jahre, und viele Menschen hatten sich an dem Wochenende dieses Ziel ausgesucht.
Wir mussten also Wartezeiten in Kauf nehmen und teilten uns nach Interesse wieder in zwei Grüppchen: eine wollte mit dem Glasaufzug auf den Aussichtsturm der Mole hochfahren und anschließend das Kinomuseum besuchen, die andere nur ins Museum.
Die Aussicht von der Mole bescherte herrliche Ausblicke über die Stadt bis zu den Alpen im Norden und Westen, über den Po hinaus in die Hügellandschaft des Piemont im Süden und in die Poebene im Osten.
Von der aufregenden Fahrt im Glasaufzug mussten wir uns erst einmal im modernen Café der Mole erholen, an beleuchteten Tischen, die die Farbe wechseln.
Das Kinomuseum war unterhaltsam und ein architektonischer Genuss, viele Ausstellungsstücke aber nur etwas für echte Kinofreaks.
Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück und deshalb ohne Warteschlange ins Ägyptische Museum. Wir verbrachten – freiwillig – fast zwei Stunden in diesem sehr interessanten und gut aufgebauten Museum, das weiter modernisiert wird.

Mittags gab es in unserem „Stammlokal“ wieder eine Piadina zur Stärkung, dann ging es mit der Straßenbahn zum Auto zurück.
Diesmal durchquerten wir die Stadt mit dem Stadtplan auf dem Schoß statt Navi und fuhren zur Villa della Regina, die wir vom Turm der Mole aus gesehen hatten. Leider hatte dieses hübsche, Turin überblickende Schlösschen geschlossen, so dass wir nur den schönen Blick auf die Stadt genossen und dann hinunter zu einem Flohmarkt fuhren. Einige Schnäppchen wurden gemacht und dann Entspannung in einem netten Café gesucht.

Unsere Ausfahrt fand ihren würdigen Abschluss auf der Superga, einer imposanten Wallfahrtskirche mit Kloster. Sie thront auf einem Hügel über Turin und ist schon von Weitem zu sehen. Wir genossen die sonnigen Ausblicke von der Aussichtsgalerie dieser strahlend weißen und gelben Kirche vor einem unwirklich blauen Himmel und versammelten uns abschließend zum Gruppenfoto auf der Kirchentreppe.

Alle traten zufrieden die Heimfahrt an, angefüllt mit zahlreichen Eindrücken der Stadt und vielen interessanten Gesprächen mit alten und neuen Bekannten aus der Reisegruppe.
Neue Pläne werden bereits geschmiedet. Hat jemand Lust, sich voraussichtlich im September für ein Wochenende auf große Fahrt in weiblicher Runde zu begeben? Dann meldet euch doch bei Ulrike Hesse.
Falls es sich hier um männliche Leser handelt sei auf die Männerwanderung am 25./26. Juni hingewiesen, der man sich noch anschließen kann über Uwe Habenicht.


01.03.2011 – Wer darf in der Kirche gesegnet werden?

Die Synode der ELKI, die im Mai in Rom tagt, wird darüber entscheiden, unter welchen Bedingungen Menschen in besonderen Lebenssituationen, wozu auch homosexuelle Paare gehören, in der Kirche gesegnet werden können. Um am Entscheidungsprozess möglichst viele zu beteiligen, hat eine Kommission ein vorläufiges Positionspapier zur Diskussion gestellt. Unser Gemeinderat hat dieses Positionspapier bereits diskutiert. Zur Vertiefung sollen einzelne Aspekte dieses Thema auch Gegenstand zweier Predigten sein (06.03.2011 und 03.04.2011).


29.01.2011 – Einführung von Don Franco Trezzi in Caldana

Am 29.01.2011 wurde Don Franco als Nachfolger von Don Hervé als Pfarrer von Sant Andrea eingeführt. Ein Zeichen der guten ökumenischen Beziehungen unserer Gemeinde ist, daß er noch vor seiner Einführungsmesse zu einer Andacht in unsere Gemeinde gekommen ist, begleitet vom Decano Don Sergio aus Besozzo und vielen Gemeindemitgliedern aus Caldana und Cocquio. Nach der Begrüßungsandacht bei uns folgte eine Prozession zur Kirche in Caldana und der anschließenden Messe dort.